kitzeln


kitzeln

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kit|zeln ['kɪts̮l̩n]:
a) <itr.; hat (an jmds. Körper) einen Juckreiz hervorrufen:
das Haar kitzelt im Ohr.
Syn.: beißen, jucken, kratzen, kribbeln.
b) <tr.; hat jmdn. wiederholt an einer bestimmten empfindlichen Körperstelle berühren (was meist einen Lachreiz hervorruft):
jmdn. an den Fußsohlen kitzeln.
Syn.: kratzen, 1 kraulen.

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kịt|zeln 〈V. tr. u. V. intr.; hat
1. jmdn. \kitzeln durch streichelndes Berühren od. leichtes Zwicken einen mit krampfhaftem Lachen verbundenen Juckreiz bei jmdm. auslösen
2. etwas kitzelt
2.1 etwas ruft durch Berührung einen leichten Juckreiz hervor
2.2 〈fig.〉 etwas ruft Spannung u. Erregung hervor
2.3 〈fig.〉 etwas reizt in angenehmer Weise
● hör auf, das kitzelt! (erg.: mich) 〈umg.〉; die Wolle des Pullovers kitzelt mich; es kitzelt mich, das zu tun 〈fig.〉 ich möchte zu gern ..., obwohl ich es eigentlich nicht tun sollte; es kitzelt mich, ihn zu ärgern; es kitzelt mich, das einmal zu probieren; jmds. Ehre \kitzeln 〈fig.〉 etwas zu ihm sagen, was sein Ehrgefühl weckt (um ihn damit zu einer Handlung zu bringen); jmds. Eitelkeit \kitzeln 〈fig.〉 jmdm. schmeicheln; den Gaumen \kitzeln den Gaumen reizen, den Appetit anregen; jmdn. an den Fußsohlen, unterm Kinn \kitzeln; jmdn. mit einem Grashalm \kitzeln [<ahd. kizzilon, engl. kittle, tickle; wohl bewegungsnachahmend]

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kịt|zeln <sw. V.; hat [mhd. kitzeln, ahd. kizzilōn, wahrsch. laut- bzw. bewegungsnachahmend]:
1.
a) bei jmdm. durch wiederholtes Berühren an bestimmten, empfindlichen Körperstellen eine Empfindung auslösen, die meist zum Lachen reizt:
jmdn. [an den Zehen, unter den Armen] k.;
jmds. Fußsohlen k.;
sie kitzelte ihn mit einem Grashalm in der Nase;
b) durch leichtes [unabsichtliches] Berühren eine leicht juckende Empfindung hervorrufen, verursachen:
die Wolle kitzelt;
die Haare kitzeln [im Nacken];
ein kitzelnder Schnurrbart.
2.
a) einen angenehmen Sinnesreiz hervorrufen:
der Duft kitzelte sie in der Nase, kitzelte ihre Nase;
gutes Essen kitzelt den Gaumen;
jmds. Eitelkeit k. (jmdm. schmeicheln);
b) einen Kitzel (2) hervorrufen, verursachen:
es kitzelt mich (reizt mich), ihr zu widersprechen;
der Gedanke an das Abenteuer kitzelt ihn.
3. herauskitzeln:
mehr Leistung aus dem Motor k.

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kịt|zeln <sw. V.; hat [mhd. kitzeln, ahd. kizzilōn, wahrsch. laut- bzw. bewegungsnachahmend]: 1. a) bei jmdm. durch wiederholtes Berühren an bestimmten, empfindlichen Körperstellen eine Empfindung auslösen, die meist zum Lachen reizt: jmdn. k.; jmds. Fußsohlen k.; jmdn. an den Zehen, unter den Armen k.; sie kitzelte ihn mit einem Grashalm in der Nase; Ü er hat ihn mit dem Messer zwischen den Rippen gekitzelt (salopp; mit Messerstichen verletzt ); b) durch leichtes [unabsichtliches] Berühren eine leicht juckende Empfindung hervorrufen, verursachen: die Wolle kitzelt; die Haare kitzeln [im Nacken]; Sie ließ die Tränen, die sie noch am Nasenflügel kitzelten, einfach trocknen (Sommer, Und keiner 5); ein kitzelnder Schnurrbart; ∙ ein Schauspiel, ... das Tränen in deine Augen lockt, wenn es dein Zwerchfell zum Gelächter kitzelt (Schiller, Räuber III, 2). 2. a) einen angenehmen Sinnesreiz hervorrufen: der Duft aus der Küche kitzelte ihn in der Nase, kitzelte seine Nase; gutes Essen kitzelt den Gaumen; Hortenses pralle Brüste unter dem dünnen Nachthemd kitzelten seine Augen (Apitz, Wölfe 100); jmds. Eitelkeit k. (jmdm. schmeicheln); ∙ Es steht dem Verführer so schön, an seinem Verbrechen seinen Witz noch zu k. (Schiller, Kabale V, 2); b) einen ↑Kitzel (2) hervorrufen, verursachen: es kitzelt mich (reizt, gelüstet mich), ihm zu widersprechen; der Gedanke an das Abenteuer kitzelt ihn; Er sagte es mit einer Art fürchterlichen Flehens, ... das sie grausig kitzelte (H. Mann, Unrat 142); ∙ c) jucken (1 a): wenn ihm doch auch einmal die Sohle kitzelt (Goethe, Faust I, 4983). 3. herauskitzeln: der 16j-jährige A.S. kitzelte noch mehr Leistung aus seinem Maschinchen (ADAC-Motorwelt 9, 1980, 22); Soviel Zeit, um das Fünfmarkstück mit Zauberkunststücken aus dem Sparschwein zu k., hatte Anni nicht (Augsburger Allgemeine 22./23. 4. 78, XIX).

Universal-Lexikon. 2012.